Letzte Nachrichten
Proteste in Kenia: Polizei setzt Tränengas und Gummigeschosse gegen Demonstranten ein
Die Proteste in Kenia reißen nicht ab: Nach Zusammenstößen mit mehr als 20 Toten sind die Regierungsgegner auch am Donnerstag in der Hauptstadt Nairobi auf die Straße gegangen. Die Polizei setzte Tränengas und Gummigeschosse gegen kleinere Gruppen von Demonstranten ein, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Auch in Mombasa im Südosten Kenias und in Kisumu im Südwesten gab es neue Demonstrationen.
Präsidentschaftswahl im Iran: Zwei Ultrakonservative ziehen Kandidatur zurück
Kurz vor der Präsidentschaftswahl im Iran haben zwei ultrakonservative Bewerber ihre Kandidatur zurückgezogen. Der amtierende Vize-Staatschef Amir Hossein Ghasisadeh-Haschemi ziehe sich aus dem Rennen um die Nachfolge des bei einem Hubschrauberabsturz gestorbenen Präsidenten Ebrahim Raisi zurück, teilte das Innenministerium in Teheran am Donnerstag mit. Kurz darauf verkündete auch der ultrakonservative Bürgermeister von Teheran, Aliresa Sakani, seinen Rückzug aus dem Präsidentschaftsrennen.
Nordkorea meldet erfolgreiche Tests zu Mehrfach-Sprengköpfen
Nordkorea hat nach eigenen Angaben erfolgreich seine Fähigkeiten für Raketen mit Mehrfachsprengköpfen getestet. Wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Donnerstag mitteilte, wurde ein "Test zur Trennung und Lenkung einzelner mobiler Sprengköpfe" ausgeführt.
Polizeibeauftragter Grötsch: "Meldung machen hat nichts mit anschwärzen zu tun"
Der neue Polizeibeauftragte des Bundes, Uli Grötsch (SPD), hat dafür geworben, Missstände in den Bundespolizeibehörden zu melden. "Meldung machen hat nichts mit Anschwärzen, Nest Beschmutzen und Hetzen zu tun, sondern es geht darum, konstruktiv dazu beizutragen, die Dinge zu verbessern", sagte Grötsch am Donnerstag bei einer Pressekonferenz zur Bilanz seiner ersten 100 Tage im Amt. Bisher seien 135 Fälle bei seiner Stelle gemeldet worden, 20 davon seien noch in Bearbeitung.
Mehr als 400.000 Austritte aus katholischer Kirche in vergangenem Jahr
Die Zahl der Austritte aus der katholischen Kirche in Deutschland ist zwar rückläufig, bleibt aber auf hohem Niveau. Fast 403.000 Menschen kehrten ihr im vergangenen Jahr den Rücken, wie die Deutsche Bischofskonferenz am Donnerstag in Bonn mitteilte. Die Zahl der Austritte lag damit unter dem Niveau des vorvergangenen Jahres 2022, als laut der Bischofskonferenz mehr als 520.000 Menschen ausgetreten waren.
Wegen negativer Rhetorik: AfD wählen macht unglücklich
AfD wählen macht einer Studie zufolge unglücklich. Wie eine am Donnerstag veröffentlichte Untersuchung des Wissenschaftszentrums Berlin (WZB) ergab, kann die negative Rhetorik rechtspopulistischer Parteien wie der AfD die persönliche Lebenszufriedenheit verringern. Menschen, die sich der AfD zuwenden, erlebten eine Verschlechterung ihres Wohlbefindens, hieß es.
4,9 Millionen: DFB erwirtschaftet wieder Gewinn
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat im vergangenen Jahr wieder einen Gewinn erwirtschaftet. Der Verband gab am Donnerstag ein Plus von knapp 4,9 Millionen Euro bekannt. Zuvor hatte der DFB zwei Jahre in Folge Verluste geschrieben. Dies lag unter anderem an hohen Belastungen durch Steuerverfahren, Kosten für den neuen Campus und sportlichen Misserfolgen der A-Nationalmannschaften bei Männern und Frauen.
Kein Anspruch auf Schmerzensgeld nach Zündung von illegalem "Polenböller"
Wer illegale sogenannte Polenböller zündet und sich dabei schwer verletzt, hat keinen Anspruch auf Schadenersatz und Schmerzensgeld. Es ist von einem überwiegenden Selbstverschulden auszugehen, wie das Landgericht Rostock am Donnerstag mitteilte. Ein Mann hatte sich trotz Dunkelheit und fehlender Erfahrung am Entzünden beteiligt. (Az.: 3 O 842/22).
EM: ZDF zeigt Deutschland, England und Frankreich
Neben dem EM-Achtelfinale der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Dänemark am Samstag überträgt das ZDF auch die K.o.-Partien der Mitfavoriten England und Frankreich live. Das teilte der Sender am Donnerstag mit. Die strauchelnden Engländer treffen am Sonntag (18.00 Uhr) in Gelsenkirchen auf die Slowakei, Vize-Weltmeister Frankreich bekommt es am Montag (18.00 Uhr) in Düsseldorf mit Belgien zu tun.
Wahlumfrage in Frankreich: Rechtspopulisten mit Abstand vorn
Drei Tage vor der Parlamentswahl in Frankreich liegt die rechtspopulistische Partei Rassemblement National (RN) nach einer neuen Umfrage mit 36 Prozent weiter mit großem Abstand vorn. Das links-grüne Wahlbündnis Neue Volksfront folgt mit 29 Prozent der Stimmen, das Regierungslager ist mit 19,5 Prozent weit abgeschlagen, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Ipsos-Umfrage hervorgeht. Die Wahlbeteiligung könnte demnach von knapp 48 Prozent 2022 auf bis zu 65 Prozent steigen.
Bauarbeiten: Nachtzug Berlin - Paris fällt vom 12. August bis 25. Oktober aus
Zahlreiche Baustellen in Deutschland sorgen für Ausfälle von Nachtzügen der Österreichischen Bundesbahn ÖBB. "Trotz intensiver Bemühungen" könnten einige Nightjet-Verbindung zwischen dem 12. August und dem 25. Oktober nicht angeboten werden, teilte die ÖBB am Mittwoch mit. Betroffen davon ist unter anderem die Strecke Berlin - Paris.
Özdemir verteidigt Agrarpaket und gelobt weiteren Einsatz für Bürokratieabbau
Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) hat beim Deutschen Bauerntag das Entlastungspaket der Regierung verteidigt und zugleich mehr Einsatz für Bürokratieabbau versprochen. Das beschlossene Maßnahmenpaket "entlastet unsere landwirtschaftlichen Betriebe, schafft Planungssicherheit und finanzielle Spielräume", sagte Özdemir am Donnerstag in Cottbus. Zugleich stehe weitere Arbeit an: "Ich will deutlich machen, dass wir künftig an jede Regelung rangehen wollen, nach dem schwäbischen Motto 'Braucht's des?'", sagte Özdemir.
Formel 1: Aston Martin verlängert mit Stroll
Der Kanadier Lance Stroll (25) behält seinen Platz bei Aston Martin in der Formel 1 auch in den kommenden Jahren. Die Engländer bestätigten die Vertragsverlängerung "für 2025 und darüber hinaus" am Donnerstag in Spielberg. Vor dem Großen Preis von Österreich (Sonntag, 15.00 Uhr/Sky) steht die Fahrerpaarung bei Aston Martin damit mittelfristig fest: Fernando Alonso hatte seinen Vertrag schon im Frühjahr verlängert.
Weiter keine Hinweise auf Verbrechen in Fall Arian - Identifizierung dauert an
Im Fall des nach etwa zweimonatiger Suche mutmaßlich tot aufgefundenen sechsjährigen Arian aus Niedersachsen gehen die Ermittler weiterhin nicht von einem Verbrechen aus. Bei einer rechtsmedizinischen Untersuchung der von einem Landwirt beim Mähen einer Wiese entdeckten Kinderleiche seien "keinerlei Anhaltspunkte für strafbare Handlungen feststellt" worden, teilten die Staatsanwaltschaft in Stade und die Polizei in Rotenburg am Donnerstag mit. Die Identifizierung dauerte demnach weiter an.
Fußgänger stirbt bei Unfall in Berlin - Polizei prüft Zusammenhang mit Autokorso
Nach dem Tod eines Fußgängers bei einem Unfall im Berliner Stadtteil Neukölln prüft die Polizei einen möglichen Zusammenhang mit einem Autokorso zur Fußballeuropameisterschaft. Der 67-Jährige überquerte am späten Dienstagabend die Hermannstraße und wurde dabei von einem Auto erfasst, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Er erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen.
SpaceX soll für Nasa Raumfahrzeug zur "Beerdigung" der ISS bauen
Die Internationale Raumstation ISS soll noch bis 2030 betrieben werden, danach muss sie "beerdigt" werden: Wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Mittwoch (Ortszeit) verkündete, soll der SpaceX-Konzern das notwendige Gefährt für dieses komplizierte Manöver bauen. Der Vertrag mit dem Unternehmen von Elon Musk belaufe sich auf bis zu 843 Millionen Dollar (knapp 780 Millionen Euro). Die Überbleibsel der ISS sollen im Pazifischen Ozean versenkt werden.
Betreiber des Panama-Kanals: Folgen der Dürre sorgen weiter für Beeinträchtigungen
Die Folgen der Dürre des vergangenen Jahres könnten die Schifffahrt im Panama-Kanal auch dieses Jahr noch beeinträchtigen. Der Kanalbetreiber ACP warnte am Mittwoch, trotz des Beginns der Regenzeit sei "das Wasserproblem für Panama und den Kanal noch nicht vorbei". Seit November ist die Zahl und die Länge der Schiffe, die den Kanal durchfahren wollen, reduziert.
Online-Bewertungen spielen große Rolle bei Wahl eines neuen Restaurants
Online-Bewertungen und Internetauftritte spielen einer Umfrage zufolge eine große Rolle, wenn es um die Wahl eines neuen Restaurants oder Cafés geht. Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland (53 Prozent) schaut sich online die Speisekarte an, bevor es in eine bisher unbekannte Gaststätte geht, wie eine Umfrage für den Digitalverband Bitkom ergab. Genervt zeigten sich viele von Fotoaufnahmen am Esstisch.
Verdächtiger nach Tötungsdelikt in Erfurt flüchtig - Polizei im Großeinsatz
Nach einem Tötungsdelikt in Erfurt hat es am Donnerstag einen Großeinsatz der Thüringer Polizei gegeben. Der Tatverdächtige war flüchtig und möglicherweise bewaffnet, wie die Polizei in Erfurt mitteilte. Es liefen demnach "intensive Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen".
Wechsel perfekt: Blessin neuer Trainer von St. Pauli
Der Wechsel von Alexander Blessin zum FC St. Pauli ist perfekt: Der 51-Jährige wird neuer Trainer des Bundesliga-Aufsteigers und folgt auf Fabian Hürzeler. Der ehemalige Jugendcoach von RB Leipzig kommt vom Europacup-Teilnehmer Union Saint-Gilloise nach Hamburg. Zur Ablöse und der Vertragsdauer machte St. Pauli keine Angaben.
Wahlkampf in Frankreich: Le Pen stellt Macrons Rolle als Oberbefehlshaber in Frage
Drei Tage vor der ersten Runde der Parlamentswahl in Frankreich hat die Rechtspopulistin Marine Le Pen die Befugnisse des Präsidenten als Oberbefehlshaber in Frage gestellt und damit eine heftige Debatte ausgelöst. Die in der Verfassung verankerte Rolle des Präsidenten als "Oberbefehlshaber der Streitkräfte" sei ein "Ehrentitel", sagte Le Pen in einem am Dienstagabend veröffentlichten Interview mit der Zeitung "Le Télégramme".
Lebenslange Haft im Prozess um verbrannte Frauenleiche in Köln
Das Landgericht Köln hat im Fall einer auf einem Feldweg im rheinland-pfälzischen Ochtendung gefundenen verbrannten Frauenleiche den Angeklagten in einem neuen Prozess zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Mann wurde wegen Mordes und des unerlaubten Führens einer halbautomatischen Kurzwaffe verurteilt, wie eine Gerichtssprecherin am Donnerstag mitteilte.
Studie: Finanzlage der Krankenhäuser hat sich abermals verschlechtert
Die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser in Deutschland hat sich im Jahr 2022 abermals leicht verschlechtert. Rund zehn Prozent lagen im "roten Bereich" mit erhöhter Insolvenzgefahr, etwa 30 Prozent der Kliniken schrieben auf Konzernebene einen Jahresverlust - dies geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten "Krankenhaus Rating Report 2024" des RWI-Instituts und des Institute for Healthcare Business GmbH hervor.
Geldwäscheverdacht: Bayerische Grenzer finden halbe Million Euro in Koffer
Bayerische Grenzer haben rund eine halbe Million Euro im Koffer eines Zugreisenden gefunden. Das Geld wurde wegen des Verdachts der Geldwäsche beschlagnahmt, wie das Polizeipräsidium Niederbayern in Straubing am Donnerstag mitteilte.
EuGH zweifelt an deutscher Frist für verspätete Kündigungsklagen von Schwangeren
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) zweifelt an einer deutschen Regelung zum Kündigungsschutz für schwangere Arbeitnehmerinnen. Die vorgesehene Frist für den Antrag auf Zulassung einer verspäteten Klage gegen die Kündigung scheine zu kurz zu sein, erklärte der EuGH am Donnerstag in Luxemburg. Ob das tatsächlich der Fall ist, soll nun das Arbeitsgericht Mainz prüfen. (Az. C-284/23)
Ausgaben pro Kind in Kitas in freier Trägerschaft stark gestiegen
Kindertagesstätten in freier Trägerschaft haben 2022 deutlich mehr Geld für die Betreuung pro Kind ausgegeben als 2010. Nicht preisbereinigt stiegen die Ausgaben um 59 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Pro Kind wurden im Schnitt rund 12.300 Euro ausgegeben. Für Kinder unter drei Jahren wurde mit 18.600 Euro am meisten ausgegeben.
Warentest: Sechs Sorten Cookie-Eis überzeugen - Großteil Mittelmaß
Egal ob mit kleinen Keksstückchen oder in Kombination mit Keksteig: Cookie-Eis ist sehr beliebt. Die Stiftung Warentest hat 18 Sorten getestet und dabei sechs Mal die Note "gut" verteilt. Der Großteil der Produkte schnitt demnach nur "mittelmäßig" ab und zwei bekamen nur ein "ausreichend". Große Unterschiede gibt es beim Preis - und die Liste an Zusatzstoffen ist mitunter sehr lang.
Polen und Balten fordern EU-Finanzhilfe für Grenzschutz gegen Russland
Polen und die Baltenstaaten haben Finanzhilfen der Europäischen Union zum Ausbau der Grenzanlagen gegen Russland und seinen Verbündeten Belarus gefordert. Dies sei "dringend notwendig", um die EU vor militärischen und hybriden Bedrohungen zu schützen, heißt es in einem Brief der Staats- und Regierungschefs der vier Länder an EU-Ratspräsident Charles Michel. Beim EU-Gipfel ab Donnerstag müsse es auch um "Optionen zur Mobilisierung von Finanzen" gehen, forderten sie.
Letztes Wohnhaus von Marilyn Monroe unter Denkmalschutz gestellt
Symbolischer Schutz für die wohl berühmteste Hollywood-Diva: Die letzte Residenz von Marilyn Monroe ist in Los Angeles unter Denkmalschutz gestellt worden. Mit der am Mittwoch (Ortszeit) vom Stadtrat der US-Filmmetropole einstimmig getroffenen Entscheidung soll verhindert werden, dass das Haus im Nobelviertel Brentwood abgerissen wird. In ihm war der Star von Filmen wie "Manche mögen's heiß" sowie "Blondinen bevorzugt" 1962 im Alter von 36 Jahren gestorben.
Israel und die USA nähern sich im Streit um Waffenlieferungen an
Im Streit um die US-Waffenlieferungen nach Israel hat es zwischen beiden Ländern eine Annäherung gegeben. Der israelische Verteidigungsminister Yoav Gallant sagte am Mittwoch in Washington nach seinen Treffen mit US-Regierungsvertretern, es seien "bedeutende Fortschritte" erzielt worden. "Hindernisse wurden ausgeräumt und Engpässe beseitigt", sagte er. Gallant hatte sich in den vergangenen drei Tagen unter anderem mit seinem US-Kollegen Lloyd Austin, US-Außenminister Antony Blinken und dem Nationalen Sicherheitsberater Jake Sullivan getroffen.
Ehefrau: Assange will im Meer schwimmen und "seine Freiheit genießen"
Wikileaks-Gründer Julian Assange muss sich nach Gefängnisaufenthalt nach Angaben seiner Frau schrittweise an ein Leben in Freiheit gewöhnen. "Er genießt gerade zum ersten Mal seit 14 Jahren die Freiheit. Er braucht Zeit zum Ausruhen und Erholen", sagte Stella Assange am Donnerstag zu Journalisten. Der 52-Jährige eindecke gerade "das normale Leben wieder". Dafür brauche er Freiraum.
Habeck lobt Merkels "schneidenden Witz" - Würdigung zum 70. Geburtstag
Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) zollt der früheren Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) großen Respekt. "Der feine Spott war bei ihr so zu Hause wie der schneidende Witz und Humor - das Pathos, die Emotion, die Leidenschaft weniger", schrieb Habeck in einer am Donnerstag vorab veröffentlichten Würdigung zu Merkels 70. Geburtstag im Magazin "Rolling Stone".