Letzte Nachrichten
Cortina: Mowinckel gewinnt grenzwertige Wind-Lotterie
Ragnhild Mowinckel aus Norwegen hat nach dem Chaos-Rennen am Freitag mit schweren Stürzen und zahlreichen Verletzten die grenzwertige zweite Weltcup-Abfahrt im italienischen Cortina d'Ampezzo gewonnen. Bei starkem Wind und nach einer mehr als halbstündigen Unterbrechung siegte die 31 Jahre alte WM-Dritte im Riesenslalom vor Jacqueline Wiles aus den USA (+0,35 Sekunden) und Sofia Goggia aus Italien (+0,44 Sekunden). Kira Weidle schied aus.
Wieder hunderte Demonstrationen gegen rechts - Zehntausende in Düsseldorf
An diesem Wochenende wollen wieder zehntausende Menschen gegen Rechtsextremismus auf die Straße gehen. Die ersten Demonstrationen begannen am Samstagvormittag. In Kiel etwa kamen nach Angaben der Polizei 11.500 Menschen zusammen. In Düsseldorf versammelten sich am Mittag nach Polizeiangaben "mehrere zehntausend Menschen"; der Andrang sei groß. Die Veranstalter hatten rund 30.000 Teilnehmende angemeldet.
Wagenknecht-Partei BSW komplettiert Parteispitze
Die Partei Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hat auf ihrem ersten Bundesparteitag die Parteispitze um die beiden Vorsitzenden Wagenknecht und Amira Mohamed Ali komplettiert. Die Delegierten wählten am Samstag die Berlinerin Friederike Benda und Amid Rabieh aus Nordrhein-Westfalen zu stellvertretenden Parteivorsitzenden. Beide waren zuvor für die Linke aktiv, Rabieh war stellvertretender NRW-Landesvorsitzender. Dritter Parteivize ist der Wirtschaftswissenschaftler Shervin Haghsheno.
Nach Verdacht gegen Mitarbeiter: Druck auf UN-Hilfswerk für Palästinenser wächst
Wegen das Verdachts, einige seiner Mitarbeiter könnten am Großangriff der radikalislamischen Hamas gegen Israel vom 7. Oktober beteiligt gewesen sein, gerät das UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) zunehmend unter Druck. Nach den USA und Kanada setzten auch Australien und Italien am Samstag ihre Zahlungen an das Hilfswerk aus, das Auswärtige Amt zeigte sich "zutiefst besorgt". Israel will sich dafür einsetzen, dass die UN-Organisation ihre Arbeit im Gazastreifen nach Kriegsende vollständig einstellen muss.
Jumic betreut Union gegen Darmstadt
Union Berlin wird nach der Drei-Spiele-Sperre für Cheftrainer Nenad Bjelica von Danijel Jumic betreut. Das gab Union am Samstag vor dem Heimspiel gegen Darmstadt 98 am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) bekannt.
Rodel-WM: Langenhan auf Titelkurs
Der deutsche Spitzenrodler Max Langenhan liegt bei den Heim-Weltmeisterschaften im sächsischen Altenberg auf Titelkurs. Im ersten Lauf fuhr der 24 Jahre alte Sportsoldat am schnellsten, 0,023 Sekunden trennten ihn von dem österreichischen Olympiasieger David Gleirscher. Auf Rang drei liegt Dominik Fischnaller (Italien) mit 0,242 Sekunden schon deutlicher zurück.
Gespräche "im Hintergrund" zwischen DB und GDL
In den festgefahrenen Tarifkonflikt zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL ist wieder Bewegung gekommen. "Im Hintergrund finden Gespräche statt", hieß es am Samstag aus Verhandlungskreisen. Nähere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.
Knorr mit Selbstkritik: "Angst vor der Größe des Moments"
Ein niedergeschlagener Juri Knorr hat nach der deutschen Halbfinal-Niederlage bei der Handball-EM heftige Selbstkritik geübt. "Ich habe mich ein bisschen von der Angst vor der Größe des Moment lähmen lasen. Das will ich nicht nochmal, das ist es nicht wert", sagte der Spielmacher am Tag nach dem 26:29 gegen Dänemark: "Die Erfahrung hat mir gezeigt, dass man damit nicht weiterkommt und dass man sich das am Ende dann einfach vorwirft."
Handball-EM: Schweden-Protest abgelehnt
Die Europäische Handballföderation (EHF) hat den Protest Schwedens nach der Niederlage im EM-Halbfinale gegen Frankreich abgelehnt. Das teilte die EHF am Samstag mit. Der Europameister von 2022 hatte nach der Partie am Freitagabend (30:34 n.V.) Einspruch gegen die Wertung des Spiels eingelegt.
Führende Unternehmen fordern Schulterschluss von Regierung und Opposition
Mehr als 50 teils große Unternehmen aus Deutschland haben angesichts des Umbaus zu einer klimaneutralen Wirtschaft die Politik zum Schulterschluss aufgefordert. In ihrem Appell warnen sie, dass rechtsextreme Kräfte die Demokratie und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Deutschlands bedrohten. Zu den Unterzeichnern gehören etwa die Deutsche Telekom, der Energiekonzern Eon, Ikea Deutschland, Miele, Otto und Puma, Thyssenkrupp oder Wacker Chemie.
Baerbock berät mit jordanischem Außenminister in Amman über Krise in Nahost
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat bei einem Besuch in Jordanien über die Krise im Nahen Osten beraten. Baerbock traf am Samstag in der Hauptstadt Amman ihren jordanischen Kollegen Ayman Safadi, wie aus Delegationskreisen verlautete. Die Grünen-Politikerin hatte auf ihrer Rückreise von einem mehrtägigen Besuch im Osten Afrikas einen Zwischenstopp in dem Königreich eingelegt.
Sabalenka verteidigt Titel in Melbourne erfolgreich
Tennis-Star Aryna Sabalenka hat ihren Titel bei den Australian Open erfolgreich verteidigt. Die Belarussin setzte sich am Samstag im Endspiel von Melbourne nach einer Machtdemonstration mit 6:3, 6:2 gegen die Chinesin Zheng Qinwen durch und feierte den zweiten Grand-Slam-Triumph ihrer Karriere.
Rodel-WM: Frauen-Doppelsitzer enttäuschen erneut
Die deutschen Rodlerinnen haben bei den Weltmeisterschaften in Altenberg auch im Hauptrennen eine enttäuschende Leistung gezeigt. Wie schon im Sprint zum Auftakt am Freitag verpassten alle drei Schlitten die Medaillenränge, das beste Ergebnis erreichten noch Dajana Eitberger und Saskia Schirmer (Ilmenau/Berchtesgaden) auf Rang sechs. Neue Weltmeister sind die Österreicherinnen Selina Egle und Lara Kipp.
Oppositionskandidatin von Präsidentschaftswahl in Venezuela ausgeschlossen
Der Oberste Gerichtshof in Venezuela hat die Oppositionskandidatin María Corina Machado von der Präsidentschaftswahl ausgeschlossen. Das Gericht bestätigte am Freitag ein 15-jähriges Ämterverbot gegen die 56-Jährige. Die Richter schlossen zudem den möglichen Ersatzkandidaten der Opposition, den zweimaligen Präsidentschaftsbewerber Henrique Capriles, von der Wahl aus.
Erster Bundesparteitag der Wagenknecht-Partei BSW begonnen
Die Partei Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) ist am Samstag in Berlin zu ihrem ersten Bundesparteitag zusammengekommen. Auf der eintägigen Veranstaltung, zu der die 450 Gründungsmitglieder geladen waren, soll zunächst der Parteivorstand gewählt werden; den Vorsitz sollen Wagenknecht und die frühere Linken-Fraktionschefin Amira Mohamed Ali übernehmen. Am Nachmittag will die Anfang Januar gegründete Partei ihr Programm zur Europawahl am 9. Juni beschließen und ihre Europaliste aufstellen.
Knorr mit Selbstkritik: "Nicht alles rausgehauen"
Ein niedergeschlagener Juri Knorr hat nach der deutschen Halbfinal-Niederlage bei der Handball-EM heftige Selbstkritik geübt. "Es ging für mich gar nicht so sehr um den ultimativen Erfolg. Ich wollte einfach diese Erfahrung, diese Erinnerung voll haben und mir nichts im Nachhinein vorwerfen. Und leider werfe ich mir im Nachhinein was vor", sagte der Spielmacher nach dem 26:29 gegen Dänemark.
Medien: FC Bayern kurz vor Verpflichtung von Boey
Bayern München steht offenbar unmittelbar vor der Verpflichtung des Rechtsverteidigers Sacha Boey von Galatasaray Istanbul. Unter anderem Bild und Sky meldeten am Samstagmorgen, dass der 23 Jahre alte Franzose in München gelandet sei, um dort seinen Medizincheck zu absolvieren. Beide Medien veröffentlichten zudem Videos bei X, die Boey bei der Ankunft in München zeigen.
Über neun Millionen Zuschauer sehen DHB-Duell mit Dänemark
Die deutschen Handballer haben mit dem Halbfinal-Kracher gegen Weltmeister Dänemark einen TV-Spitzenwert bei der Heim-EM erreicht. Die Partie gegen den Turnier-Favoriten (26:29) verfolgten am Freitagabend 9,69 Millionen Menschen im ZDF, der Marktanteil betrug 34,4 Prozent.
NHL: Grubauer verliert mit Seattle nach Verlängerung
Für die Seattle Kraken und Eishockey-Nationaltorwart Philipp Grubauer läuft es in der NHL weiter nicht rund. Gegen die St. Louis Blues unterlag das Team aus dem US-Bundesstaat Washington mit 3:4 nach Verlängerung, es war bereits die fünfte Niederlage aus den vergangenen sechs Partien. Nach 48 Hauptrundenspielen liegt Seattle mit 50 Punkten auf Rang fünf der Pacific Division.
NBA: Schröder unterliegt Theis - auch Wagner-Brüder sieglos
Im NBA-Duell der Basketball-Weltmeister hat Dennis Schröder eine deutliche Niederlage gegen Daniel Theis hinnehmen müssen. Mit den Toronto Raptors unterlag der Nationalmannschaftskapitän gegen die Los Angeles Clippers um den deutschen Center mit 107:127. Dabei bestätigte sich der Trend beider Teams: Während die Raptors die neunte Pleite aus den vergangenen zehn Spielen kassierten, fuhren die Clippers den vierten Sieg nacheinander ein.
73 Punkte: Doncic schreibt gegen Atlanta Geschichte
Mit der vierthöchsten Punktzahl der NBA-Geschichte ist Luka Doncic in einen elitären Kreis vorgedrungen. Der Basketball-Superstar der Dallas Mavericks erzielte sagenhafte 73 Zähler bei den Atlanta Hawks und führte die Texaner fast im Alleingang zum 148:143-Sieg. Allein in der ersten Halbzeit sammelte der Slowene 41 Punkte, damit stellte der 24-Jährige einen Mavs-Rekord auf. Anschließend übertraf er seinen eigenen Franchise-Bestwert von 60 Punkten aus dem Jahr 2022.
Draisaitl: Scorerliste ist egal, nur der Stanley Cup zählt
Die Edmonton Oilers sind mit 15 Siegen in Serie die Mannschaft der Stunde in der NHL, Leon Draisaitl dagegen befindet sich aktuell nicht unter den Top Ten der besten Scorer. Doch das stört Deutschlands Eishockey-Star überhaupt nicht. "Wir haben beide individuell alles gewonnen, was man gewinnen kann", sagte der 28-Jährige in einer Presserunde am Freitag auch mit Blick auf seinen kongenialen Partner Connor McDavid, "das Wichtigste für uns ist der Stanley Cup."
Arbeitgeberpräsident begrüßt Einstehen gegen Rechtsextremismus
Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hat ein Einstehen gegen Rechtsextremismus als "starkes Zeichen aus der Mitte der Gesellschaft" begrüßt. "Als Arbeitgeberpräsident, als Unternehmer und als Mensch verurteile ich jede Form von Extremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus scharf", sagte der Präsident des Arbeitgeberverbandes BDA den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Samstag. "Unsere Unternehmen und ihre Mitarbeiter sind weltoffen und auf ihre vielfältige und inklusive Betriebskultur stolz."
Carragher adelt Klopp und nennt Nachfolgekandidaten
Klublegende Jamie Carragher stellt den scheidenden Liverpool-Trainer Jürgen Klopp auf eine Stufe mit dessen ikonischen Vorgängern - und hat auch eine Idee für die Nachfolge. "Klopp ist Liverpool", schrieb der frühere Verteidiger in einer Kolumne für den Telegraph, wie Kenny Dalglish oder Bill Shankly werde er "ein Vakuum hinterlassen".
Klopp: Noch keine Zeit für große Gefühle
Als Jürgen Klopp seinen Abschied beim FC Liverpool angekündigt hatte, war noch keine Zeit für große Gefühle. "Die Erleichterung war da, als ich die Entscheidung für mich selbst getroffen habe", sagte der scheidende Teammanager der Reds auf die Frage, wie er sich fühle: "Heute sind die Gefühle gemischt. Aber ich bin nicht so emotional, wie es sein wird, wenn es wirklich zu Ende geht."
DHB-Team freut sich auf "reines Endspiel" um EM-Bronze
Die Enttäuschung über den geplatzten Gold-Traum war bei Deutschlands Handballern schnell verflogen. Noch bevor Kapitän Johannes Golla und seine Mitspieler die Arena verließen, richteten sie den Blick auf das Bronzespiel gegen Schweden. Am Sonntag (15.00 Uhr/ARD und Dyn), das wissen Golla und Co., geht es sogar um mehr als das ersehnte Edelmetall.
Wieder Huthi-Attacken auf Schiffe - und US-Angriff auf Miliz
Die Angriffe der Huthi-Rebellen auf Schiffe vor der Küste des Jemen und die Gegenangriffe der US-Streitkräfte gehen unvermindert weiter. Die vom Iran unterstützten Huthi feuerten am Freitag mehrere Raketen auf Schiffe im Golf von Aden ab. Das US-Militär beschoss dann in der Nacht auf Samstag nach eigenen Angaben eine abschussbereite Anti-Schiffs-Rakete der Miliz, die auf das Rote Meer gerichtet war.
Alaska Airlines nimmt Betrieb von Boeing 737 MAX 9 schrittweise wieder auf
Nach der dramatischen Notlandung einer Boeing 737 MAX 9 wegen eines verlorenen Kabinenwandteils hat die US-Fluggesellschaft Alaska Airlines den wochenlang unterbrochenen Betrieb mit den Maschinen wieder schrittweise aufgenommen. Eine erste Boeing dieses Typs flog am Freitag von Seattle im Westküstenstaat Washington in die südkalifornische Großstadt San Diego.
Esken sieht wegen russischer Desinformationskampagne "akuten Handlungsbedarf"
Nach dem Aufdecken einer großangelegten russischen Desinformationskampagne auf der Online-Plattform X, früher Twitter, sieht SPD-Chefin Saskia Esken "akuten Handlungsbedarf" zum Schutz der Demokratie. "Wir müssen unsere Demokratie und unsere offene Gesellschaft vor feindlichen Cyberangriffen autoritärer Staaten wie Russland schützen", sagte Esken dem Berliner "Tagesspiegel" vom Samstag. Russland befinde sich im Informationskrieg mit der freien Welt.
Streit um Grenzschutz und Ukraine-Hilfen in USA spitzt sich zu
Der Streit zwischen US-Präsident Joe Biden und den oppositionellen Republikanern um den Grenzschutz und neue Ukraine-Hilfen spitzt sich immer weiter zu. Biden rief die Republikaner am Freitag dazu auf, einen Kompromiss beim Thema Grenzschutz nicht zu blockieren. "Wenn Sie es ernst meinen mit der Grenzkrise, verabschieden Sie ein parteiübergreifendes Gesetz, und ich werde es unterzeichnen."
Über 200 Demonstrationen gegen rechts am Wochenende geplant
Auch am Wochenende werden wieder tausende Menschen gegen Rechtsextremismus auf die Straße gehen: Über 200 Demonstrationen sind bundesweit geplant. Die meisten finden am Samstag statt, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Dieser erinnert an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau am 27. Januar 1945. Über 150 Kundgebungen listet das Bündnis "Zusammen gegen rechts" allein für Samstag auf - unter anderem in Düsseldorf, Nürnberg, Halle und Chemnitz.
Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus mit zahlreichen Veranstaltungen
Am Samstag wird international der Opfer des Holocaust gedacht. In Deutschland ist der Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus seit 1996 ein gesetzlich verankerter Gedenktag. Er erinnert an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau vor 79 Jahren, am 27. Januar 1945. In der Bundesrepublik sind zahlreiche Kranzniederlegungen und Gedenkveranstaltungen geplant.