Weniger Falschgeld im ersten Halbjahr im Umlauf
Die Bundesbank hat in den ersten sechs Monaten dieses Jahres weniger Falschgeld aus dem Verkehr gezogen und auch die Schadenssumme sank. Registriert wurden rund 30.000 falsche Banknoten im Wert von insgesamt 1,75 Millionen Euro, wie die Bundesbank am Freitag mitteilte. Das waren 4,3 Prozent weniger als im zweiten Halbjahr 2025. Die Schadenssumme sank um fünf Prozent.
Insgesamt gibt es in Deutschland wenig Falschgeld: Rein rechnerisch entfielen sieben falsche Banknoten auf 10.000 Einwohner und Jahr, erklärte Lutz Lienenkämper, im Vorstand der Bundesbank unter anderem zuständig für Bargeld.
Am häufigsten gefälscht wird laut Bundesbank der 50-Euro-Schein - der Anteil an den Fälschungen lag im ersten Halbjahr bei 47 Prozent. An zweiter Stelle folgt der 20-Euro-Schein (25 Prozent), an dritter der 100-Euro-Schein (17 Prozent). Der Anteil der falschen 100er stieg stark um über 60 Prozent - die Fälschungen anderer Stückelungen dagegen gingen zurück.
Auch Münzen werden gefälscht; sichergestellt wurden im ersten Halbjahr laut Bundesbank rund 64.900 Falschmünzen - die allermeisten Zwei-Euro-Stücke. Insgesamt waren das 8,6 Prozent mehr falsche Münzen als im zweiten Halbjahr 2025.
Falschgeld wird nicht ersetzt. Die Bundesbank rät daher, verdächtige Banknoten sorgfältig zu prüfen: Insbesondere eine fehlende Griffigkeit des Papiers, ein fehlendes Wasserzeichen oder ein fehlender Farbwechseleffekt der sogenannten Smaragdzahl fallen demnach oft sofort auf.
B.Schneider--BlnAP