Bundestag verabschiedet Apothekenreform und berät antragsloses Kindergeld
Der Bundestag will in seiner Sitzung am Freitag ein Reformgesetz beschließen, das Apotheken künftig eine noch größere Rolle in der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung ermöglicht. Die von der Bundesregierung eingebrachte Apothekenreform sieht vor, dass Apotheker künftig mehr Impfungen verabreichen dürfen, beispielsweise gegen Tetanus oder FSME. Zudem sollen sie bestimmte verschreibungspflichtige Arzneimittel auch ohne ärztliches Rezept abgeben können - etwa zur Anschlussversorgung bei chronischen Erkrankungen. Weitere Maßnahmen sollen die Apothekenversorgung vor allem im ländlichen Raum sicherstellen (11.20 Uhr).
In erster Lesung beraten die Abgeordneten am Freitag zudem über die von der Koalition geplante antragslose Auszahlung des Kindergelds (09.00 Uhr). Eltern sollen es künftig automatisch nach der Geburt eines Kindes bekommen. Auf Antrag der Linksfraktion berät das Plenum über eine besseren Schutz von Mieterinnen und Mietern. Weitere Themen im Bundestag sind ein Antrag der Grünen zur Bekämpfung der globalen Hungerkrise, ein AfD-Antrag zum Erhalt des Gaskraftwerks Lubmin sowie der jährliche Abrüstungsbericht der Bundesregierung.
Z.Franke--BlnAP