Entwicklungsministerin Alabali Radovan bricht aus Sicherheitsgründen Libanon-Reise ab
Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) hat ihre Reise in den Libanon aus Sicherheitsgründen abbrechen müssen. "Die Reise nach Beirut musste während des Anflugs abgebrochen werden", teilte eine Sprecherin des Ministeriums der Nachrichtenagentur AFP am Montag mit. Die Entscheidung sei "aus militärischen Gründen" aufgrund der "sich akut zuspitzenden Lage" in der libanesischen Hauptstadt getroffen worden.
Alabali Radovan sagte in einer Stellungnahme nach dem Abbruch der Reise, das Ministerium habe während des Fluges "fortlaufend in Kontakt mit den Sicherheitsbehörden und dem Verteidigungsministerium" gestanden. Aufgrund möglicher israelischer Angriffe auf den Süden Beiruts sei die Entscheidung zum Abbruch der Reise getroffen worden. "Das zeigt, wie dramatisch die Lage ist", sagte die Ministerin.
Die Reise mit ihrem norwegischen Kollegen Asmund Gröver Aukrust sei in der Annahme eines Waffenstillstands geplant worden, der "jetzt offensichtlich nicht anhält", sagte Alabali Radovan. Sie rief "alle Seiten" zur Deeskalation auf und forderte Verhandlungen über einen Waffenstillstand.
Zwischen Israel und dem Libanon gilt seit Mitte April offiziell eine Waffenruhe, die von der Hisbollah allerdings nicht anerkannt wird. Der Libanon war durch neue Angriffe der Hisbollah auf Israel Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen worden.
H.Bauer--BlnAP