Skilanglauf-Olympiasiegerin Carl 18 Monate gesperrt
Skilanglauf-Olympiasiegerin Victoria Carl ist nach ihrem positivem Dopingtest für 18 Monate gesperrt worden. Diese Entscheidung des unabhängigen Deutschen Sportschiedsgerichtes (DIS) teilte die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) am Donnerstag mit. Da Carl bereits seit dem 26. Mai 2025 vorläufig suspendiert war und die Zeit angerechnet wird, endet die Sperre am 25. November.
Die 30-Jährige, die wegen der Sperre bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo und Mailand zusehen musste, könnte somit zur WM-Saison 2026/27 wieder einsteigen. Alle Wettkampfergebnisse, die Carl vom 26. März 2025 bis zum 26. Mai 2025 erzielt hatte, wurden "einschließlich der Aberkennung von Medaillen, Punkten und Preisen" annulliert.
"Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig", hieß es in der Mitteilung der NADA. Sowohl Carl als auch die NADA, die Weltverbände FIS und CISM (Internationaler Militärsportverband) sowie die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) "haben die Möglichkeit, Rechtsbehelf beim internationalen Sportgericht (CAS) einzulegen".
Carl war am Ende der Saison 2024/25, die sie auf Platz zwei des Gesamtweltcups abgeschlossen hatte, bei einer Probe im Rahmen der Militär-WM positiv auf den Wirkstoff Clenbuterol getestet worden. Wie Carl und der Deutsche Skiverband anführten, sei der Wirkstoff in einem Hustensaft enthalten gewesen, welcher der Athletin von einem Truppenarzt verabreicht worden war. Carl habe dem Arzt vertraut, es habe daher keine Täuschungsabsicht gegeben.
Carl hatte bei Olympia 2022 in Peking Gold im Teamsprint mit Katharina Hennig (heute Hennig Dotzler) gewonnen. Mit der Staffel holte sie Silber.
N.Zimmermann--BlnAP