Sensation knapp verpasst: Schmid schnuppert am Major-Sieg
Der deutsche Golfprofi Matti Schmid hat bei der PGA Championship den möglichen ganz großen Coup verpasst. Der 28-Jährige aus Herzogenaurach fiel auf der Schlussrunde des Turniers im Aronimink Golf Club bei Philadelphia noch vom zweiten auf den vierten Platz zurück und vergab damit die Chance auf den ersten deutschen Majorsieg seit Martin Kaymer 2014 bei den US Open.
Schmid lag letztlich nach einer 69 auf der Schlussrunde vier Schläge hinter dem Engländer Aaron Rai zurück, der sich den Sieg bei der 108. Auflage des diesmal mit 20,5 Millionen US-Dollar dotierten Traditionsturniers sicherte und dafür 3,69 Millionen Dollar kassierte. Zweite wurden Jon Rahm (Spanien) und Alex Smalley (USA). Schmid teilte sich den vierten Platz mit Justin Thomas (USA), Ludvig Äberg (Schweden) und Cameron Smith (Australien).
Für Schmid war es bei seiner PGA-Championship-Premiere dennoch das mit Abstand beste Major-Abschneiden seiner Karriere. Seit 2019 hatte er zuvor nur viermal an einem der vier wichtigsten Turniere der Welt teilnehmen dürfen. Sein bestes Ergebnis war ein geteilter 59. Platz bei den British Open 2021.
Schmid hatte am Sonntag trotz eines Auftakt-Bogeys dank dreier Birdies auf den ersten sechs Löchern allein an der Spitze gelegen, konnte das hohe Niveau aber auf der "Back Nine", den letzten neun Löchern des 18-Loch-Kurses, nicht ganz halten.
Als zweitbester Deutscher belegte Stephan Jäger (München) nach einer 69er-Schlussrunde einen guten 18. Platz. Kaymer, der 2010 für den einzigen deutschen Sieg bei der PGA Championship gesorgt hatte, kam auf Rang 35 und erreichte damit sein bestes Major-Ergebnis seit 2021.
G.Schulz--BlnAP