Zelda Ocarina of Time Remake: Nintendo verzichtet auf Schnellreise
Das kommende Remake von The Legend of Zelda: Ocarina of Time für die Nintendo Switch 2 wird keine Schnellreise-Mechanik enthalten. Nintendo-Produzent Eiji Aonuma erklärte, dass diese Entscheidung getroffen wurde, um das Kernprinzip der Exploration und unerwarteter Entdeckungen zu bewahren, das seit dem ersten Teil der Serie im Jahr 1986 besteht.
Nintendo hat für das anstehende Remake von The Legend of Zelda: Ocarina of Time eine entscheidende Designänderung bekanntgegeben: Die Funktion der Schnellreise wird im Spiel fehlen. In einer am Montag, den 2. November, veröffentlichten Folge der Reihe „Die Entwickler sprechen“ auf der offiziellen Nintendo-Website erläuterten die Produzenten Eiji Aonuma und Hidemaro Fujibayashi die Hintergründe dieser Entscheidung. Sie betonten, dass während der Entwicklungsphase zwar alternative Mechaniken erwogen wurden, diese jedoch zugunsten der ursprünglichen Spielphilosophie verworfen wurden.
Die Idee, eine Schnellreise-Funktion einzuführen, ging ursprünglich auf Eiji Aonuma zurück. Inspiriert durch Breath of the Wild, in dem zahlreiche Teleportationspunkte ein vastes offenes Welt erkunden lassen, wollte Aonuma vermeiden, dass Spielerinnen und Spieler bei jedem kleinen Schritt durch Hyrule lange Rollanimationen durchlaufen müssen. Das Originalspiel von 1998 bot bereits eine begrenzte Form der Fernreise: Der Charakter Sheik lehrte Link sechs Melodien auf der Ocarina, wie das Menuett des Waldes oder das Bolero des Feuers, die an spezifische Orte, meist vor Tempeln, teleportierten. Im Vergleich zu den vielen Punkten in Breath of the Wild war dies jedoch nur eine kleine Auswahl.
Auf Anweisung von Aonuma fügte das Entwicklungsteam daher zusätzliche Teleportationspunkte hinzu, die im Original nicht existierten, um Abkürzungen zu ermöglichen. Nach ersten Tests stellten die Entwickler jedoch fest, dass diese Funktion das Spielerlebnis negativ beeinflusste. „Als wir mit diesen Teleportationspunkten spielten, merkten wir, dass wir bestimmte Momente der Entdeckung verpassten“, so die Rückmeldung des Teams. Man stellte sich während der Fahrt die Frage: „Moment mal, was ist das da?“
Obwohl Aonuma ursprünglich für die Einführung war, zog er den Schritt zurück. Dies erinnerte die Entwickler erneut an die Bedeutung von Entdeckungs момента в структуре игры. Zelda: Ocarina of Time drehe sich um Exploration und Entdeckung. Diese unerwarteten Momente seien seit dem ersten Teil der Serie im Jahr 1986 das Wesen eines guten Zelda-Spiels. Sie seien für Ocarina of Time im Jahr 1998 essentiell gewesen und bläieben es auch heute.
Hidemaro Fujibayashi erklärte, dass das Gameplay der Serie auf zwei Schlüsselkonzepten beruhe: Exploration und Entdeckung. Spieler würden etwas in der Ferne bemerken, sich fragen, was sie dort erwartet, und sich dementsprechend nähern. Die vor Ort gemachten Entdeckungen lieferten die Lösung für das nächste Rätsel. Dieser Ansatz habe sich bis zu den aktuellen Zelda-Titeln gehalten.
Ohne neue Teleportationspunkte werden die meisten Wege in Hyrule weiterhin zu Fuß oder zu Pferd zurückgelegt werden. Nintendo hat jedoch die Reisezeit verkürzt: Link kann nun schneller laufen, mit einem Knopfdruck springen und auf sein Pferd Epona zurückgreifen. Durch den Verzicht auf die Schnellreise habe das Team die Exploration vor den Komfort des Spielens gestellt.
Das Remake von The Legend of Zelda: Ocarina of Time erscheint am Donnerstag, den 5. November, exklusiv für die Nintendo Switch 2.
M.Schwarz--BlnAP